Was soll das hier werden?

cassette_plakat

HeadCinema audio reloaded KOMPAKT-Produkte Label Berlin
HC vollzieht den nostalgischen Akt und archiviert mit Unterstützung der damaligen  Macher auf dieser Site den Output eines der interessantesten MC-Labels: Kompakt-Produkte.

Ob der Brückenschlag ins Jahr 2010 gelingt, mag jeder auf der Website für sich selbst beurteilen.

Die Renaissance der Kompaktkassette
Allerorts heisst es, Tonträger hätten keine Zukunft. Dennoch setzen viele Kleinstlabels wieder auf Kassetten. Ein Anachronismus, der Ausdruck unserer Sehnsucht nach etwas Greifbarem ist.

…Die Kassette, die anfangs von der Musikindustrie genauso verteufelt wurde wie das MP3-Format, war das ideale Medium für die DIY-Kultur der frühen 80er. Ein Grossteil der Post-Punk-Revolution hat auf Tonband stattgefunden. Mixtapes wurden ausgetauscht und Kassettenlabels schossen wie Pilze aus dem Boden. Die Geschichte wiederholt sich: Die Mixtapekultur ist heute lebendiger denn je. Unter den jungen Labels der Gegenwart herrscht eine ähnliche Aufbruchsstimmung wie damals, denn mit dem MP3-Format haben Kleinstlabels das erste Medium in der Hand, dessen Vervielfältigung keinen Rappen kostet…”, übernommen von 78s

3 Kommentare zu „Was soll das hier werden?“

  1. Boxhamster sagt:

    Hi Katy,
    das mit den Nerds stimmt natürlich, aber Du hast drei wesentliche Punkte entweder nicht gewusst oder unter den Teppich gekehrt :
    1. Kassetten haben organischen Charakter, man kann sie anfassen oder aus dem Fenster schmeissen. Kann man mit MP3s nicht.
    2. Schau mal ins Synthesizer-Biz : die Rückkehr zu den Analog-Geräten mit kleinen Knöpfchen, die man drehen muss – eine Abwendung von mausgesteuerter Click-Musik. Das bedeutet : es gibt eine Sehnsucht nach Hand-Arbeit, einer Sinneserweiterung sozusagen. Wie die dann klingt, ist in diesem Kontext völlig uninteressant.
    3. Und nicht vergessen : die Tape-Labels sterben nicht aus.

  2. Hermi sagt:

    Es geht nicht um den Tonträger sondern um die Töne/Geräusche/Musik etc., die darauf konserviert werden.
    Vieles hört sich auf Platten oder Kassetten (LoFi) einfach besser an.
    Bei Kassetten gehört das Bandrauschen und die Verzerrungen als Stilmittel dazu. Siehe http://www.kompakt-produkte.de/archives/744 und z. B. Bodenpersonal.

  3. Katy sagt:

    ‘Die Renaissance der Kompaktkassette’, das ist doch unsinn! wer kann sich die dinger denn noch anhören.
    als unikat / kunst-produkt / spekulationsobjekt haben die dinger sicherlich ihren wert für eine daran interessierte kleine gruppe von nerds. ob diese leute primär an musik interessiert sind, darf wohl bezweifelt werden.

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